{"id":1003,"date":"2023-12-15T14:48:35","date_gmt":"2023-12-15T13:48:35","guid":{"rendered":"https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/?page_id=1003"},"modified":"2023-12-15T17:38:47","modified_gmt":"2023-12-15T16:38:47","slug":"projekt-truemmerfrauen-in-halberstadt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/projekt-truemmerfrauen-in-halberstadt\/","title":{"rendered":"Projekt: Tr\u00fcmmerfrauen in Halberstadt"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-uagb-container uagb-block-2e5b5c6c alignfull uagb-is-root-container\"><div class=\"uagb-container-inner-blocks-wrap\">\n<div class=\"wp-block-uagb-advanced-heading uagb-block-1fe234f8\"><h2 class=\"uagb-heading-text\">Leben und Arbeit der Tr\u00fcmmerfrauen<\/h2><p class=\"uagb-desc-text\">in Halberstadt<\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-uagb-container uagb-block-81f40326 alignfull uagb-is-root-container\"><div class=\"uagb-container-inner-blocks-wrap\">\n<div class=\"wp-block-uagb-container uagb-block-f68b0c1b\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"178\" src=\"https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/1.gif\" alt=\"Leben und Arbeit der Tr\u00fcmmerfrauen in Halberstadt (Foto1)\" class=\"wp-image-1009\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"178\" src=\"https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2.gif\" alt=\"Leben und Arbeit der Tr\u00fcmmerfrauen in Halberstadt (Foto 2)\" class=\"wp-image-1011\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"220\" src=\"https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/3.gif\" alt=\"Leben und Arbeit der Tr\u00fcmmerfrauen in Halberstadt (Foto 3)\" class=\"wp-image-1021\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"178\" src=\"https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/4.gif\" alt=\"Leben und Arbeit der Tr\u00fcmmerfrauen in Halberstadt (Foto 4)\" class=\"wp-image-1036\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"137\" src=\"https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/5.gif\" alt=\"Leben und Arbeit der Tr\u00fcmmerfrauen in Halberstadt (Foto 5)\" class=\"wp-image-1035\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"178\" src=\"https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/6.gif\" alt=\"Leben und Arbeit der Tr\u00fcmmerfrauen in Halberstadt (Foto 6)\" class=\"wp-image-1033\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"178\" src=\"https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/7.gif\" alt=\"Leben und Arbeit der Tr\u00fcmmerfrauen in Halberstadt (Foto 7)\" class=\"wp-image-1032\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-uagb-container uagb-block-faad919e\">\n<p>Am 8. April 2005 j\u00e4hrt sich der Tag der Zerst\u00f6rung Halberstadts zum 60. Mal. Ein Datum, das viele veranlasst, sich an die Nazizeit, ihre Schreckensherrschaft und ihre Opfer zu erinnern, damit so etwas in Zukunft nicht noch einmal geschehen kann. Wir als Frauenverband wollen ein Thema aufgreifen, mit dem wir uns bereits vor 10 Jahren intensiv auseinandergesetzt haben und das in diesem Zusammenhang leider meist vergessen wird: die Rolle Halberst\u00e4dter Frauen in der Nachkriegszeit w\u00e4hrend des Wiederaufbaus.<\/p>\n\n\n\n<p>Wieder waren es die Frauen und M\u00e4dchen, die mit den Aufr\u00e4umarbeiten begannen und ihre Kr\u00e4fte zur Verf\u00fcgung stellten. Sie waren es, die mit Hammer, Kopftuch, Sch\u00fcrze und wenig zu Essen in Schutt und Asche standen. Sie schleppten, Klopften und stapelten Steine, schoben die Tr\u00fcmmerwagen. Die M\u00e4nner waren meist Vorarbeiter und kontrollierten die Arbeit der Frauen und M\u00e4dchen. \u00dcber die Arbeit der Tr\u00fcmmerfrauen wurde bisher wenig berichtet, es wurde ganz einfach vergessen. Ihre Arbeit wurde als etwas Selbstverst\u00e4ndliches hingenommen. Aus diesem Grunde hat der Unabh\u00e4ngige Frauenverband Landkreis Halberstadt e.V. (UFV) 1994 einen Aufruf erlassen, in dem er alle noch lebenden Tr\u00fcmmerfrauen bat, sich als Zeitzeuginnen beim UFV zu melden, um \u00fcber ihre Erlebnisse, Eindr\u00fccke und die schweren Anf\u00e4ngen der Nachkriegszeit zu berichten. Der Aufruf erreichte viele Frauen und der Wunsch, endlich einmal \u00fcber ihr damaliges Leben und die Arbeit berichten zu k\u00f6nnen, war f\u00fcr sie ein Bed\u00fcrfnis geworden. \u00dcber einen Teil der Tr\u00fcmmerfrauen berichtete der UFV in einem Kalender von 1996 mit dem Titel \u201eTr\u00fcmmerfrauen in der Geschichte Halberstadts\u201c, \u00fcber andere Tr\u00fcmmerfrauen in der ebenfalls 1996 vom UFV herausgegebenen Dokumentation \u201eDie gesellschaftliche Rolle der Frauen in Halberstadt von 700 bis 1990\u201c. Insbesondere der Kalender war als Dankesch\u00f6n gedacht an alle Frauen und M\u00e4dchen, die 1945 die Tr\u00fcmmer mit ihren H\u00e4nden wegr\u00e4umten.<\/p>\n\n\n\n<p>Um diese wertvollen Berichte der Tr\u00fcmmerfrauen mehr Interessierten zug\u00e4nglich zu machen und ihre schwere Arbeit zu w\u00fcrdigen, entstand die Idee, einen solchen Internetauftritt zu gestalten, der einige der Berichte aufgreift.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir danken den Tr\u00fcmmerfrauen, die uns ihr Einverst\u00e4ndnis gegeben haben ihre Erinnerungen auf dieser Seite mit uns zu teilen und das Thema greifbar und lebendig werden zu lassen. <br>Au\u00dferdem danken wir Mirco Grusche, dem Fotostudio Mahlke, Werner Hartmann und Jo. Lux f\u00fcr die freundliche Genehmigung f\u00fcr die Verwendung des Fotomaterials.<\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div id=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-c9789a46\" class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion exclusive\">\n<details class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item\"><summary class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__title\"><div>Gerda Baumeyer<\/div><\/summary><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__content\">\n<p><strong>Frau Baumeyer, w\u00fcrden Sie mir \u00fcber den 7. und 8. April 1945 Auskunft geben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aber selbstverst\u00e4ndlich, dar\u00fcber muss man sogar sprechen. Es ist zu lange her, keiner hat danach gefragt, keiner wollte ja wissen \u00fcber die Frauen von Halberstadt. Wir haben damals in der Bakenstra\u00dfe gewohnt. Meine Mutter war Kellnerin beim Ro\u00dfschl\u00e4chter &#8222;Klaus&#8220;. Am 8. April 1945 wollte sie zum Dienst, da kam ein Franzose zu uns. Er war ein freier Gefangener, der bei &#8222;Klaus&#8220; arbeitete. Er erz\u00e4hlte meiner Mutter, dass sie die ganze Nacht Radio geh\u00f6rt h\u00e4tten. Sie soll heute nicht zur Arbeit gehen, es ist ein Gro\u00dfangriff auf Halberstadt geplant. Meine Mutter ging nicht zur Arbeit und wir \u00fcberlebten den Angriff auf dem Anger. Die Kollegen meiner Mutter waren alle tot.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-uagb-image alignright uagb-block-a9771dad wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-right\"><figure class=\"wp-block-uagb-image__figure\"><img decoding=\"async\" srcset=\"https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/breiterweg2.gif ,https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/breiterweg2.gif 780w, https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/breiterweg2.gif 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 150px\" src=\"https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/breiterweg2.gif\" alt=\"Breiter Weg Halberstadt\" class=\"uag-image-1040\" width=\"400\" height=\"333\" title=\"\" loading=\"lazy\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>An welchen Orten haben Sie mit enttr\u00fcmmert?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als Tr\u00fcmmerfrau bin ich \u00fcber&#8217;s Arbeitsamt bei der Baufirma aus Langenstein, und dann bei Gr\u00fcn und Billfinger eingestellt worden. Tr\u00fcmmerfrau war ich auf dem Breiten Weg, Fliegerhorst, Harmoniekaserne (Pferdest\u00e4lle). Es war eine schwere Arbeit. Wir mu\u00dften die Loren beladen und der ganze Schutt wurde hinter das Rolandkaufhaus geschafft. Viele Tote lagen unter dem Schutt auf dem Breiten Weg. Den Anblick kann man nicht beschreiben. Es ist gut, da\u00df Sie diese Zeit nicht miterlebt haben. Ich habe auch in der Friedenstra\u00dfe und beim Fahrrad-Herschaft privat Steine geklopft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gab es beim Steineklopfen Episoden, an die Sie sich erinnern?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die schwerste Arbeit war auf dem Fliegerhorst. Es war sehr kalt. Nichts anzuziehen und nichts zum Essen und wir mu\u00dften die Betonteile kaputthauen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie lange war ihre Arbeitszeit?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Arbeitszeit war von fr\u00fch 7 Uhr bis nachmittags 16 Uhr. Oft vor 7 Uhr stand ich beim Fleischer an, wegen etwas Wurstsuppe. Es sahen da mehr Augen hinein als Fettaugen auf der Suppe waren.<\/p>\n<\/div><\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item\"><summary class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__title\"><div>Anne Kern<\/div><\/summary><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__content\">\n<p>Anne Kern erz\u00e4hlt in ihrem Buch &#8222;Weihnachtsb\u00e4ume im Fr\u00fchling&#8220;<br>ihre Erlebnisse in der Vor- und Nachkriegszeit in Halberstadt.<br>An dieser Stelle wollen wir ein Kapitel aus ihrem Buch abdrucken, in dem sie sich auch an die Arbeit der Tr\u00fcmmerfrauen erinnert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Aller Anfang ist schwer! Leben in Tr\u00fcmmern<\/h3>\n\n\n\n<p>Ich glaube, viele Menschen haben die Erinnerung an den schweren Anfang, die Wochen und Monate nach dem Kriegsende verdr\u00e4ngt. Auch mich kostete es gro\u00dfe M\u00fche, alles wieder ins Ged\u00e4chtnis zu rufen. Teilweise war es sehr schmerzhaft, aber das Positive, Optimistische dr\u00e4ngt nach vielen Jahren doch in den Vordergrund. Kluge Leute haben in Wort und Bild in Archiven festgehalten, wie die geschundenen St\u00e4dte langsam wieder auf die Beine kamen. Ich m\u00f6chte wiedergeben, wie ich es in meiner Heimatstadt erlebt und empfunden hatte.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-uagb-image alignright uagb-block-b97382c3 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-right\"><figure class=\"wp-block-uagb-image__figure\"><img decoding=\"async\" srcset=\"https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/TitelblattAK.jpg ,https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/TitelblattAK.jpg 780w, https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/TitelblattAK.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 150px\" src=\"https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/TitelblattAK.jpg\" alt=\"Weihnachtsb\u00e4ume im Fr\u00fchling (Buch)\" class=\"uag-image-1042\" width=\"400\" height=\"333\" title=\"\" loading=\"lazy\"\/><figcaption class=\"uagb-image-caption\"><strong>Weihnachtsb\u00e4ume im Fr\u00fchling<br><\/strong>Geschichten aus der Vor- und Nachkriegszeit in Halberstadt<br>Redaktion, Gestaltung und Herausgabe:<br><strong>SCHREIBB\u00dcRO &amp; VERLAG M.GRUSCHE<br><\/strong>Druck: Halberst\u00e4dter Druckhaus GmbH<br>Halberstadt, im M\u00e4rz 2004<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die ehemaligen Stra\u00dfen sahen nun aus wie Schneisen, die man durch die Stadt geschlagen hatte. Rechts und links gro\u00dfe Tr\u00fcmmerberge, unter denen sicher noch Tote lagen. Nur unsere alte ehrw\u00fcrdige Fachwerk-Unterstadt blieb zum Teil erhalten. Aber ein gro\u00dfer Verlust waren doch die wertvollen mittelalterlichen Geb\u00e4ude, die ein Raub der Flammen wurden, zum Beispiel die beiden M\u00e4rkte und das Rathaus. Jeder versuchte ein einigerma\u00dfen dichtes Dach \u00fcber den Kopf zu bekommen mit Blick auf den Herbst und Winter. Dies blieb meistens den Frauen \u00fcberlassen, denn die M\u00e4nner waren noch in der Kriegsgefangenschaft, manchmal noch \u00fcber Jahre hinaus. Nicht daran zu denken, wie viele gefallen waren!<\/p>\n\n\n\n<p>Wer Gl\u00fcck hatte, besa\u00df wenigstens noch einige heile Fensterscheiben, sonst wurde mit Pappe und Brettern zugenagelt. Bis das Gasnetz wieder in Ordnung war, musste auf den eisernen \u00d6fen gekocht werden, nachher im Winter auch die einzige W\u00e4rmequelle.<br>Es war ein komischer Anblick, wenn in H\u00e4userw\u00e4nde L\u00f6cher geschlagen waren, und heraus ragte ein m\u00e4chtig qualmendes Ofenrohr, da die Schornsteine ja meistens kaputt waren. Aber wir hatten einen tollen Gro\u00dfvater, Zimmermann und Tischler. Ende des 19. Jahrhunderts als wandernder Zimmermann in Europa auf der Walz gewesen. Er konnte noch ordentlich zupacken und das Werkzeug war auch gerettet.<\/p>\n\n\n\n<p>Er spielte schon in meiner Kindheit eine wichtige Rolle. Ich besitze noch heute sein ehemaliges Fr\u00fchst\u00fccksbrett aus Porzellan mit Zwiebelmuster. Damals sah sein Fr\u00fchst\u00fcck so aus: Keine Hektik, Ruhe und Zeit, einige Scheiben trockenes Brot, ein gro\u00dfes St\u00fcck Speck und Mostrich, dazu ein ordentlicher Pott Malzkaffee, vielleicht auch mal eine Pulle Bier.<br>Sein Wahlspruch: &#8222;Wer auf Gott vertraut und Tabak kaut, hat immer dicke Backen!&#8220;<br>Ende des Krieges war kaum an Speck zu denken, und nun war es g\u00e4nzlich ganz vorbei. Wie sollte man mit 7 Gramm Fett und 15 Gramm Wurst, verteilt \u00fcber den ganzen Tag, ein opulentes Zimmerfr\u00fchst\u00fcck bestreiten?<\/p>\n\n\n\n<p>Damals kam die Geschichte mit den Vitaminen auf, worauf heute noch rumgedroschen wird. Gro\u00dfvater hatte nie davon geh\u00f6rt und sagte: &#8222;Alle sprechen von Fettaminen, dabei gibt es gar kein Fett.&#8220; Ach, tut mir das heute noch so leid.<br>Zun\u00e4chst stand bei allen Menschen das Wort &#8222;Essen&#8220; im Vordergrund. Wir bekamen wohl Lebensmittelkarten, aber zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. Die Karten wurden eingeteilt nach der Arbeit, die man verrichtete. Schwerstarbeiter bekamen logischerweise das Meiste. W\u00fctend werde ich, wenn ich mir die t\u00e4gliche Lebensmittelration f\u00fcr M\u00fctter ins Ged\u00e4chtnis rufe: 250 Gramm Brot, 15 Gramm N\u00e4hrmittel, 15 Gramm Zucker und wie schon gesagt, 7 Gramm Fett und 15 Gramm Fleisch. Wenn sie nun mehrere kleine Kinder hatten und darum nicht arbeiten gehen konnten, in einem Zimmer hausten, W\u00e4sche wuschen mit Ersatzseife und die wenigen Klamotten immer ausflickten, nur hungrige M\u00e4uler vor Augen dann Hut ab. Sie mussten mit der Kinderschar auf abgeernteten Feldern \u00c4hren suchen oder Kartoffeln stoppeln, und versuchen, Brennmaterial zu sammeln. Das gebr\u00e4uchlichste Transportmittel war sowieso der Kinderwagen.<\/p>\n\n\n\n<p>In einer Garage auf unserem Hof hatte eine Gem\u00fcseh\u00e4ndlerin ihr Gesch\u00e4ft &#8222;etabliert&#8220;. Morgens um 5 Uhr war unsere Nacht zu Ende. Dann standen die ersten Frauen nach Gem\u00fcse an, schnell f\u00fcllte sich der Hof, und die Gem\u00fcseschlange stand auf der Stra\u00dfe in Dreierreihe zehn Meter lang. Unsere Fenster gingen zum Hof raus, und das Murmeln und Erz\u00e4hlen der vielen Frauen, wie ein umgekippter Entenstall, lie\u00df niemanden mehr schlafen. Auch Gem\u00fcse gab es auf Zuteilung.<br>Bekam man nichts mehr ab, mussten die Frauen sich den n\u00e4chsten Tag wieder anstellen. Die Gem\u00fcsefrau wurde augenkrank, trug ganz starke Brillengl\u00e4ser, und doch sah sie nichts.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Augenarzt sagte: &#8222;Ich kann nicht mehr helfen, ihnen fehlt Fett und richtige Ern\u00e4hrung!&#8220; Da fing sie sich Sperlinge, rupfte sie, nahm sie aus und kochte sich kr\u00e4ftige &#8222;H\u00fchnerbr\u00fchen&#8220;. Auf einer Ausfallstra\u00dfe unserer Stadt st\u00fcrzte ein Pferd und musste get\u00f6tet werden. Es lag nicht lange da. Mit Sch\u00fcsseln und Messer bewaffnet kam eine ganze Meute an. Arme Kreatur. \u00dcber Menschen urteilen will ich hier nicht, ich w\u00fcrde meine gute Kinderstube vergessen. Nur berichten, was sie sich angetan haben und wie sie versuchten, aus dem Dilemma rauszukommen. Auch wei\u00df ich, dass Hunger weh tut. Ich ging mit einer Bekannten \u00c4hren suchen, in gl\u00fchender Mittagshitze. Dann waren nicht so viele Sucher unterwegs. In sechs Kilometer Entfernung ein Feld. Der Bauer ging mit der Sustarbe nochmals \u00fcber den abgeernteten Acker, und wir durften nach stoppeln. Die Ausbeute wurde zu Hause in einen Leinensack getan und mit einem Kn\u00fcppel draufgeschlagen, das hei\u00dft, ausgedroschen. Meine Schwester nahm das Gemisch in beide H\u00e4nde und lie\u00df es langsam nach unten rieseln. Die andere Schwester und ich pusteten wie die Wilden, damit sich die Spreu von den K\u00f6rnern trennte. Die K\u00f6rner mit der Kaffeem\u00fchle durchgemahlen, mit Salz und ein bisschen Fett in hei\u00dfes Wasser ger\u00fchrt und fertig war das S\u00fcppchen. Uns half dann sp\u00e4ter unser Schrebergarten, der vom Gro\u00dfvater und Mutter bestellt wurde. Auf Vorschlag des Vorstandes mussten von jedem Gartenp\u00e4chter Nachtwachen gestellt werden, um Diebe abzuwehren. Meine Schwester und ich, bewaffnet mit gro\u00dfen Kn\u00fcppeln, machten Nachtwache. L\u00e4cherlich, die armen R\u00e4uber h\u00e4tten sich totgelacht, wenn sie uns gesehen h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen Morgen wurde es dann kalt, und im Magen rohe Mohrr\u00fcben oder unreifes Obst. Aber wir mussten anschlie\u00dfend gleich zur Arbeit. Mein gr\u00f6\u00dfter Wunsch war damals: Ein ganzes Brot f\u00fcr mich allein. War aber nicht zu erf\u00fcllen. Gro\u00dfmutter und Mutter kochten nicht, nein, es grenzte an Zauberei.<br>Manchmal flossen auch Tr\u00e4nen bei Mutter, wenn nichts mehr da war. Jedenfalls gab es bei dieser Verpflegung keine \u00dcbergewichtigen, es gab keine Verstopfung und wenig Diabetiker oder Herz- und Kreislaufkranke. Daf\u00fcr traten andere Krankheiten auf, wie Typhus oder Tbc.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wurden Schulen und Gastst\u00e4tten zu Krankenh\u00e4usern &#8222;umfunktioniert&#8220;. Mein Weg f\u00fchrte jeden Tag an so einer Schule vorbei. Um diese Zeit zu \u00fcberstehen, mussten wir gesund bleiben, also etwas in den Magen kriegen. Mutter und Schwester suchten Bucheckern im Wald. Die waren federleicht, und man musste sehr, sehr flei\u00dfig sein, um dann eine bestimmte Menge in \u00d6l umtauschen zu k\u00f6nnen.<br>Gro\u00dfvaters Neffe Hugo hatte ein kleines Fuhrgesch\u00e4ft, ein Wagen und zwei Pferdchen. Er wurde kurze Zeit Neubauer mit wenigen kleinen Feldern. Die Gro\u00dfeltern halfen bei der Ernte und bekamen daf\u00fcr jeden Tag, wie gut, ein warmes Mittagsessen, Fr\u00fchst\u00fcck und Abendbrot. Wir anderen halfen uns, so gut es ging. Gro\u00dfvater m\u00e4hte mit der Sense, und Gro\u00dfmutter band Garben. Die Felder waren in der N\u00e4he der russischen Garnison. Pl\u00f6tzlich kam ein russischer Soldat quer \u00fcber den Acker und sagte: &#8222;Babuschka, ich helfen:&#8220; Er zog den Uniformrock aus, nahm Gro\u00dfvater die Sense weg, und in gro\u00dfen Schl\u00e4gen ging er durch das Kornfeld mit strahlendem Gesicht. Sicher wurde er an seine Heimat erinnert und war gl\u00fccklich, mal wieder eine Sense in der Hand zu haben. Ach, was tun Menschen Menschen an! Es hatte sich herumgesprochen, und ab und zu lie\u00df sich ein Soldat sehen.<br>Zur R\u00fcbenernte im Herbst suchten viele Leute die abgeernteten Felder nochmals ab. Nun gab es viele R\u00fcbenfelder in unserer Gegend, aber auch viele Menschen, die sammelten. Im Waschhaus, soweit noch eines vorhanden war, wurde R\u00fcbensaft im Waschkessel gekocht. Dazu brauchten die Frauen eine ganze Nacht und mussten st\u00e4ndig r\u00fchren, eine klebrige, aber nahrhafte Angelegenheit. Nur derjenige Arbeitsf\u00e4hige bekam Lebensmittelkarten, der zus\u00e4tzlich eine bestimmte Anzahl Steine klopfte, das hei\u00dft, Mauersteine aus Tr\u00fcmmerbergen mit einem Hammer vom alten Putz befreite. Die aufgeschichteten Steine wurden von einer Aufsichtsperson, nat\u00fcrlich einem Mann, nachgez\u00e4hlt, und die Klopfer, meistens Frauen, bekamen eine Bescheinigung, dass sie ein Recht auf eine Lebensmittelkarte hatten. An die gro\u00dfen Tr\u00fcmmer- und Schuttberge wurden dann Frauen &#8222;angesetzt&#8220;, die legend\u00e4ren Tr\u00fcmmerfrauen.<br>Sie hatten einen festen Arbeitsvertrag, klopften Steine, schippten unendlich viel Schutt in Loren und planierten gro\u00dfe Fl\u00e4chen. Alles per Hand, es war Schwerstarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum tun sich Menschen Kriege an? Ich finde keine Antwort. Salopp gesagt: Vielleicht ist das menschliche Gehirn dem lieben Gott doch nicht so ganz gelungen. Sicher ist es erst die &#8222;Nullserie&#8220;.<br>Es m\u00fcsste noch ein bisschen daran gefeilt werden, ehe man es in Produktion gibt.<\/p>\n<\/div><\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item\"><summary class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__title\"><div>K\u00e4the Blattner<\/div><\/summary><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__content\">\n<p>Als ich bei Frau Blattner an der T\u00fcr klingelte, kam mir ein kleiner Pudel entgegen. Mit ihm habe ich schnell Freundschaft geschlossen, und so konnte Frau Blattner mir ihre Lebensgeschichte erz\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Frau Blattner, wann und wo sind Sie geboren und wie haben Sie Ihre Kindheit verlebt?<\/strong><br>Ich bin 1920 in Berlin geboren. Besuchte in Berlin das Lyzeum f\u00fcr M\u00e4dchen. Meine Kindheit war sehr beh\u00fctet. Meine Eltern waren, wie man heute sagen w\u00fcrde, reiche Leute. Damals war es eben der Mittelstand.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wann sind Sie nach Halberstadt gezogen?<\/strong><br>1936 zogen meine Eltern nach Halberstadt. Mein Vater \u00fcbernahm hier einen Betrieb. In Halberstadt habe ich dann bis 1937 die h\u00f6here Handelsschule besucht.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-uagb-image alignright uagb-block-d07b27d5 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-right\"><figure class=\"wp-block-uagb-image__figure\"><img decoding=\"async\" srcset=\"https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/holzmarkt.gif ,https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/holzmarkt.gif 780w, https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/holzmarkt.gif 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 150px\" src=\"https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/holzmarkt.gif\" alt=\"Holzmarkt Halberstadt\" class=\"uag-image-1053\" width=\"400\" height=\"333\" title=\"\" loading=\"lazy\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Wie war es bei Ihnen mit dem Pflichtjahr?<\/strong><br>Aber selbstverst\u00e4ndlich musste ich das Pflichtjahr machen. Ich habe ein \u00bd Jahr auf einem Gut und \u00bd Jahr bei einer Familie in Potsdam gearbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und wie ging es dann weiter?<\/strong><br>Von 1940 bis 1942 besuchte ich die Kunstgewerbeschule in Magdeburg. Die wurde aber dann geschlossen, und ich wurde bei &#8222;Krupp und Grusum&#8220; in Magdeburg verpflichtet. Dort bin ich mit dem damaligen Klassenhass das erste Mal konfrontiert worden. Ich bin immer mit Tschechen aus dem Betrieb gegangen. Eines Tages mu\u00dfte ich zum damaligen Abteilungsleiter. Dieser Umgang ist nicht gut f\u00fcr mich und mir wurde der Umgang verboten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Waren Sie nur in Magdeburg dienstverpflichtet?<\/strong><br>Nein, ich musste dann zu &#8222;Junkers&#8220; nach Halberstadt. Dort habe ich als Technische Zeichnerin gearbeitet. Bei Junkers war meine unmittelbare Nachbarin Halbj\u00fcdin. Wie haben uns sehr gut verstanden. Eines Tages wurde sie abgeholt und ich musste zum Personalchef. Dort wurde ich gema\u00dfregelt. Ich m\u00fcsste froh sein, dass mein Vater so ein angesehener Mann in Halberstadt ist, sonst w\u00fcrde ich jetzt dort sein, wo das Pack hingeh\u00f6rt. Viel sp\u00e4ter erfuhr ich, dass diese Frau in die Munitionsfabrik M\u00f6nchhai gebracht wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sind Sie damit einverstanden, und w\u00e4ren Sie bereit mir Ihre Eindr\u00fccke und Erlebnisse am Tag der Zerst\u00f6rung, am 8. April 1945, zu erz\u00e4hlen?<\/strong><br>Aber selbstverst\u00e4ndlich. Gerade dar\u00fcber muss gesprochen werden. Ich selbst war an diesem Tag im Felsenkeller. Das war eine H\u00f6hle der Junkerswerke. Die Stadt brannte tagelang. Menschen liefen weinend in der Stadt herum, \u00fcberall lagen verkholte Leichen. Meine Eltern habe ich nach 3 Tagen gefunden. Unser Haus im Weingarten war zerbombt und unser Lager brannte. Mein Vater hat Menschen durch unser Grundst\u00fcck gebracht, weil alles ringsherum brannte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Waren Sie und wo waren Sie Tr\u00fcmmerfrau?<\/strong><br>Tr\u00fcmmerfrau war ich am Holzmarkt. Ich habe nur Steine geklopft um Lebensmittelmarken zu erhalten, denn 1946 habe ich geheiratet und habe bei meinem Mann als Grafikerin gearbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Waren Sie gesellschaftlich t\u00e4tig?<\/strong><br>Der Mensch war und ist immer wichtig f\u00fcr mich. Ich war jahrelang im Elternaktiv und dann habe ich bei der Jugendhilfe gearbeitet. Nicht zu vergessen die Zeit als Sch\u00f6ffe. 1954 bin ich Mitglied im DFD geworden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Da Sie aus dem Mittelstand kamen, haben Sie Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen gehabt?<\/strong><br>Ach woher. Ich bin immer akzeptiert worden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und was w\u00fcnschen Sie sich f\u00fcr die Zukunft?<\/strong><br>Keine Gewalt, keinen Krieg, keinen Klassenhass und vor allem Gesundheit.<\/p>\n<\/div><\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item\"><summary class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__title\"><div>Ursula Sperling<\/div><\/summary><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__content\">\n<p><strong>Ursula Sperling war 16 Jahre alt, als anglo-amerikanische Bomber am 8. April 1945 Halberstadt in Schutt und Asche legten. Heute nach 50 Jahren der Schreckensnacht sind die Erinnerungen noch nicht verblasst.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Im Januar 1945 mussten wir aus Liegnietz fl\u00fcchten. Mein Vater, der auf dem Flugplatz gearbeitet hatte, durfte nicht mit. Eines Morgens haben sich alle Angeh\u00f6rigen des Flugplatzpersonals dort treffen m\u00fcssen. Es stand ein Waggon f\u00fcr uns auf dem Zubringergleis bereit. Die Polster waren rausgerissen und die Fensterscheiben waren entzwei. Trotzdem hatten wie noch Gl\u00fcck, denn wir hatten ein Dach \u00fcber dem Kopf. Es war schrecklich, Kinder haben im Gep\u00e4cknetz gelegen. Ich selbst sa\u00df am Fenster. Vor K\u00e4lte habe ich mich kaum bewegt. Das Wasser und die Toiletten waren vereist. Oftmals hielt der Zug stunden- und tagelang. In dieser Zeit hat man sich gewaschen und etwas bewegt, aber nicht weit weg vom Zug. Ich habe Fl\u00fcchtlinge gesehen mit Handwagen, Pferdewagen, Kinderwagen auf den Stra\u00dfen. Kranke und alte Menschen wurden einfach an den Stra\u00dfenrand gesetzt. Diese Erinnerungen sind bleibend. Gl\u00fccklich in Apolda angekommen mussten wir noch eine Nacht auf Fahrkartens\u00e4cke \u00fcbernachten, bevor wir unser Zielort Halberstadt am 1. Februar 1945 erreichten.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-uagb-image alignright uagb-block-f24866d4 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-right\"><figure class=\"wp-block-uagb-image__figure\"><img decoding=\"async\" srcset=\"https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/bahn.gif ,https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/bahn.gif 780w, https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/bahn.gif 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 150px\" src=\"https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/bahn.gif\" alt=\"Zerst\u00f6rtes Halberstadt\" class=\"uag-image-1059\" width=\"400\" height=\"333\" title=\"\" loading=\"lazy\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Am 7. und 8. April 1945 war Frau Sperling in Gr\u00f6ningen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Am Freitag sollte ich nach Gr\u00f6ningen fahren. Durch die Bombardierung des Bahnhofes fuhr der Zug nur bis zur Schranke und dann zur\u00fcck nach Magdeburg. Am Samstag meinte mein Onkel ,h\u00f6rt, jetzt wird Halberstadt in Schutt und Asche gelegt&#8216;. Dann mussten sich alle M\u00e4nner aus Gr\u00f6ningen versammeln und fuhren nach Halberstadt um Hilfe zu leisten. Ich selbst musste nach Halberstadt laufen. Aber man lie\u00df mich in Wehrstedt nicht rein. Durch Schleichwege erreichte ich doch unser Haus. Das Nachbarhaus brannte lichterloh. Meine Mutter nahm das N\u00f6tigste aus unserer Wohnung, weil wir Angst hatten, das Feuer greift \u00fcber. Am Nachmittag sind wir zum Kulk, dort bin ich so richtig mit dem Grauen des Krieges in Ber\u00fchrung gekommen. Da lagen kleine Kinderbeine, Kopfhaut und Haarteile.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Juni 1945 meldete sie sich beim Stadtbauamt, um aufzur\u00e4umen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Eingesetzt wurde ich am Breiten Weg. Wir Jugendlichen mu\u00dften immer die gro\u00dfen Steine nehmen. Das ging ganz sch\u00f6n ins Kreuz. Es gab wenig zu essen, wenn Loren umgekippt sind, mu\u00dften diese von der Schuhstra\u00dfe wieder hochgeschoben werden. Gegenst\u00e4nde, die wir fanden, mussten auf einen Berg gelegt werden. Was daraus geworden ist, wei\u00df ich leider nicht mehr. Bis Mai 1946 lief das Enttr\u00fcmmern nur \u00fcber Anwesenheitsliste. Ab Mai erhielt ich dann eine feste Anstellung bei der Tiefbaufirma Peter Bauwens. Der Standort war der Paulsplan. Unser Meister war Alfred Z\u00f6llner. Gearbeitet habe ich an der Hamoniekaserne und beim Abriss des Casinos der Minenwerferkaserne war ich dabei, auf dem Breiten Weg, \u00fcberall sind wir eingesetzt worden. Alle brauchbaren Teile mussten doch genutzt werden. In den Wintermonaten habe ich im Magazin W\u00e4sche sortiert. An der Martinikirche hat Herr Schr\u00f6der mit der Erdbeernase (so hatte man ihn genannt) Br\u00fche f\u00fcr 10 Pfennige verkauft.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Frau Sperling ist heute noch der Meinung, dass trotz dem Elend und der Not, die in den ersten Nachkriegsjahren herrschte, der kameradschaftliche Zusammenhalt viel ausgepr\u00e4gter war.<\/strong><\/p>\n<\/div><\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item\"><summary class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__title\"><div>Margarete Aftermann<\/div><\/summary><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__content\">\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Frau Margarete Aftermann war so freundlich uns Fotos aus dieser Zeit zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-uagb-image alignleft uagb-block-9e071f04 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-left\"><figure class=\"wp-block-uagb-image__figure\"><img decoding=\"async\" srcset=\"https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/af2.gif ,https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/af2.gif 780w, https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/af2.gif 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 150px\" src=\"https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/af2.gif\" alt=\"Tr\u00fcmmerfrauen - Margarete Aftermann\" class=\"uag-image-1061\" width=\"500\" height=\"346\" title=\"\" loading=\"lazy\"\/><\/figure><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<div class=\"wp-block-uagb-image alignleft uagb-block-ba459cf9 wp-block-uagb-image--layout-default wp-block-uagb-image--effect-static wp-block-uagb-image--align-left\"><figure class=\"wp-block-uagb-image__figure\"><img decoding=\"async\" srcset=\"https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/af1.gif ,https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/af1.gif 780w, https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/af1.gif 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 150px\" src=\"https:\/\/ufv-halberstadt.de\/2023\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/af1.gif\" alt=\"Tr\u00fcmmerfrauen - Margarete Aftermann\" class=\"uag-image-1062\" width=\"500\" height=\"346\" title=\"\" loading=\"lazy\"\/><\/figure><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item\"><summary class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__title\"><div>Frau Erbert<\/div><\/summary><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__content\">\n<p>Nach unserer Anzeige in der Tageszeitung \u201cTr\u00fcmmerfrauen gesucht\u201d meldete sich auch Frau Erbert. Es wurde Zeit, dass sich jemand mit unserer Geschichte besch\u00e4ftigt, denn wir Frauen waren es doch, die Halberstadt aufbauten\u201d, so ihre ersten Worte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Frau Erbert, wie verlief ihre Kindheit?<\/strong><br>Ich hatte keine sch\u00f6ne Kindheit. Meine Mutter verstarb sehr fr\u00fch und mein Vater heiratete noch einmal. Meine Stiefmutter war nicht sehr lieb zu mir. Wenn ich aus der Schule kam, z\u00e4hlte ich die Kn\u00f6pfe, \u00b4hat sie gute Laune, hat sie schlechte Laune\u00b4, lieber gute Laune und nicht aufger\u00e4umt. Ja, und eines Tages hat sie meine 2 Puppen versetzt mit der Reaktion \u00b4du willst ja was zum Essen haben`.Gern erinnere ich mich nicht an meine Kindheit. Geschworen habe ich mir damals, das machst du nie mit deinen Kindern, und ich habe es eingehalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>W\u00fcrden Sie mir auch Ihre Erlebnisse zum Tag der Zerst\u00f6rung am 8. April 1945 erz\u00e4hlen?<\/strong><br>Ich musste f\u00fcr meinen Vater aus der Rittersta\u00dfe Zigaretten holen. Wurde dann mit Bordwaffen beschossen. Nach Hause lief ich durch die Plantage und sah, wie sich 2 Soldaten immer auf die Erde schmissen. Ich machte es auch und sollte wohl mit in die Laufgr\u00e4ben, aber ich lief nach Hause. Dort angekommen, konnte ich nicht mehr sprechen. Es war ein Schock.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie alt waren Sie damals?<\/strong><br>Kaum 16 Jahre.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wo waren Sie Tr\u00fcmmerfrau?<\/strong><br>Ich war eine der ersten mit, die am Kulk begannen den Schutt zu beseitigen. Jahrelang war ich bei der Enttr\u00fcmmerung Halberstadts t\u00e4tig und wei\u00df wohl von dem gro\u00dfen Leid, das der zweite Weltkrieg \u00fcber die Menschheit gebracht hat. Es war nicht leicht, auf diesen Tr\u00fcmmern materieller und geistiger Art ein neues Leben aufzubauen, und gerade wir jungen Menschen mussten lernen umzudenken, hatten wenig Freude, viel Hunger und viel Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es gab dann doch eine Zeit, wo Sie keine Tr\u00fcmmerfrau waren, was haben Sie da getan?<\/strong><br>Ich habe 1953 auf dem Bau in K\u00f6nigsh\u00fctte an der Talsperre gearbeitet. Dort lernte ich meinen Mann kennen. Mit ihm habe ich 5 Kinder. Meine Eltern waren gegen meinen Mann, weil er ein Fl\u00fcchtling war und in ihren Augen ein Hergelaufener. \u201cMit deinen 5 Kindern landest du bald in der Gosse\u201d, so meine Eltern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und sind Sie in der Gosse gelandet?<\/strong><br>Auf keinen Fall. Wir haben es meinen Eltern bewiesen, dass es auch ohne ihre Bemerkungen ging. Ich habe mich immer durchgesetzt. Mein Mann war auf Montage, was blieb mir \u00fcbrig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Waren Sie auch gesellschaftlich t\u00e4tig?<\/strong><br>Ab 1969 war ich freiwilliger Jugendhelfer. Die Arbeit mit den Jugendlichen war f\u00fcr mich eine gro\u00dfe Hilfe, die Probleme der Jugendlichen von heute besser zu verstehen. Ich gehe ganz anders an die Problematik heran, vielleicht wie Sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Erika Erbert bezog durch ihren Erfahrungen und Erlebnisse aus und nach dem zweiten Weltkrieg folgende Position, als der Krieg im Irak kurz bevorstand:<\/p>\n\n\n\n<p>Erinnerung an den 8. April 1945<br>Ich selbst habe den furchtbaren Luftangriff miterlebt und gesehen, wie durch den Bombenangriff am 8. April unsere Stadt in Schutt und Asche sank. Damit nie wieder Krieg das Leben unserer Kinder und Enkelkinder bedroht, bin ich gegen den Krieg im Irak, der, wenn es dazu kommt, f\u00fcr viele L\u00e4nder noch schlimme Folgen haben kann.<br>Erika Erbert<\/p>\n<\/div><\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item\"><summary class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__title\"><div>Frau Bode<\/div><\/summary><div class=\"wp-block-themeisle-blocks-accordion-item__content\">\n<p>\u201eMeine Tochter schickt mich zu Ihnen, eigentlich wollte ich mich nicht melden, weil unsere Arbeit nie gew\u00fcrdigt wurde\u201c, mit diesen Worten kam Frau Bode in unser B\u00fcro und stellte sich meinen Fragen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Frau Bode, sind Sie eine echte Halberst\u00e4dterin?<\/strong><br>Ja, ich bin 1931 als Kind einer Arbeiterfamilie in der Harzstra\u00dfe geboren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>K\u00f6nnen Sie sich an Ihre Kindheit erinnern?<\/strong><br>Meine Kindheit war trotz der schweren Zeit gut. Meine Eltern sind zwar 1941 geschieden worden und ich musste dann in sp\u00e4terer Zeit meine Mutter und meine zwei Br\u00fcder ern\u00e4hren. 1946 bin ich aus der Schule gekommen, nachdem 1945 die gro\u00dfe Schulunterbrechung war. Einen Beruf habe ich nicht erlernen k\u00f6nnen. Ich wollte Schneiderin werden, aber wo; es war ja alles kaputt. Bin dann gleich in die Tr\u00fcmmer gegangen. Wissen Sie warum meine Kindheit so gut war?. Wir Kinder haben damals alle zusammengehalten. Hatte ein Kind etwas, so hatten alle anderen auch was.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>W\u00fcrden Sie mir Ihre Eindr\u00fccke vom 8. April schildern?<\/strong><br>Am 8. April lagen wir in einem Graben N\u00e4he Harzstra\u00dfe. Ich konnte sehen, wie die Bomben ausgeklinkt wurden und wie Halberstadt in Schutt und Asche fiel. Es brannte alles, unser Haus stand zum Gl\u00fcck. Meine Mutter ist nach dem Angriff in die Stadt gegangen. Uns Kinder hat sie nicht mitgenommen, weil wir die Toten nicht sehen sollten. Danach sind wir dann mit dem Handwagen und nur mit dem N\u00f6tigsten ins m\u00fctterliche Elternhaus gezogen. Wir hatten Angst vor weiteren Angriffen. Ende Mai, als die Amis in Halberstadt einzogen, sind wir wieder in unsere 2-Zimmerwohnung in die Harzstra\u00dfe gegangen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wo haben Sie als Tr\u00fcmmerfrau angefangen?<\/strong><br>Angefangen habe ich am Kulk. Ich habe meinen Bruder immer mitgenommen. Je mehr haben wir geschafft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gab es noch Stationen, wo Sie in den Tr\u00fcmmern gearbeitet haben?<\/strong><br>Na klar war ich noch auf anderen Baustellen. Ich habe an der Mansfeld Kaserne die Pferdest\u00e4lle abgerissen, die Tr\u00fcmmer am Fliegerhorst habe ich auch mit wegger\u00e4umt. Na und dann war ich auf der Strecke. Ich musste mit Ilse Tike die umgekippten Loren einschippen, die zum Helgolandfelsen fuhren. Wissen Sie, wir haben Stra\u00dfenzug um Stra\u00dfenzug aufger\u00e4umt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gibt es etwas, woran Sie sich gern oder ungern erinnern?<\/strong><br>Es gab da schon einige Sachen, wo man heute dr\u00fcber l\u00e4cheln kann. Zum Beispiel habe ich mit meiner Mutter ein paar Schuhe getragen. Ich habe sie am Tage zum Tr\u00fcmmern angehabt und sie am Nachmittag zum Einkaufen und am Abend. Einmal haben wir auch von der Verwaltung ein Paar Holzschuhe bekommen, die waren sehr schnell durchgelaufen. Dann war ich Essenholerin. Ich musste von Fleischwaren Heine mit einer Karre Essen holen. Irgendwann habe ich einmal Linsensuppe geholt. Die sah so gut aus, dass ich, wie ich auf die Baustelle kam, nur sagte: \u201eSchnell, schnell teilt die Suppe aus, ich glaube, wir haben das falsche Essen bekommen.\u201c So war es auch. Es dauerte nicht lange, da kamen die Mitarbeiter von Heine und wollten das Essen wieder abholen. Die Essenk\u00fcbel wurden verwechselt, meinten sie damals, zu unserer Freude. Ja und dann war ich bei der Grundsteinlegung beim Haus des Friedens dabei. Ich wei\u00df heute noch, wo sich der Stein befindet. Sie m\u00fcssen wissen, die Thomas-M\u00fcntzer-Stra\u00dfe ist die erste Stra\u00dfe, die aus Tr\u00fcmmersteinen gebaut wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gab es noch andere Sachen, die Sie nicht gut fanden?<\/strong><br>Als Tr\u00fcmmerfrau habe ich mich um eine Wohnung beworben. Fast alle Tr\u00fcmmerfrauen haben eine bekommen, nur ich nicht. Ich war vielleicht zu ruhig und habe \u201enur\u201c meine Arbeit gemacht. Die Anderen, die gut erz\u00e4hlen konnten, haben eine Wohnung erhalten. Als Verzweiflungstat habe ich eine Eingabe an unseren Pr\u00e4sidenten Wilhelm Pieck gemacht. Das Resultat war, ich habe eine Wohnung in der Harmoniestra\u00dfe erhalten. Die Toiletten waren auf dem Hof. In dieser Wohnung habe ich \u00fcbrigens von 1957 bis 1985 noch gewohnt. Ich habe meine Mutter bis 1988 gepflegt. Als sie starb, pflegte ich meinen Mann bis 1990. Nach seinem Tod musste ich mit 127 DM Rente auskommen. Aber da hat mich der Betrieb meines Mannes toll unterst\u00fctzt. Ich erhalte heute die Rente meines Mannes. Was mich an der Sache am meisten st\u00f6rt ist: Als ich meine Rente beantragte, fragte ich nach den 4 Jahren Tr\u00fcmmerzeit. Diese wurden nicht ber\u00fccksichtigt. Warum eigentlich? War unsere Arbeit damals nichts wert?<\/p>\n<\/div><\/details>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leben und Arbeit der Tr\u00fcmmerfrauen in Halberstadt Am 8. April 2005 j\u00e4hrt sich der Tag der Zerst\u00f6rung Halberstadts zum 60. Mal. 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